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Konkrete Hilfe
Kinder, die in Kenia ihre Eltern durch
einen Verkehrsunfall, AIDS oder andere Krankheiten verloren haben, leben
meist bei Verwandten, die allenfalls das Überleben sichern können. Die
Bildungschancen solcher Kinder sind gering. Daher ist es das primäre Anliegen
unseres Vereins, den Kindern die Möglichkeit zu geben, regelmäßig eine Schule
zu besuchen. Damit verbunden ist das Leben in einer Wohngruppe mit anderen
Kindern in einem Vorort von Nairobi. Hier ist zugleich gewährleistet, dass
die Kinder drei Mahlzeiten pro Tag erhalten. Was für uns in Europa eine Selbstverständlichkeit
ist, ist für die Menschen in Kenia leider eine Ausnahme. Insbesondere die Waisenkinder
hatten oft nur eine Mahlzeit pro Tag, wenn sie bei ihren Verwandten auf dem
Land lebten. Daher sieht die konkrete Hilfe so aus, dass die Kinder in einer
Wohngruppe leben, dort ihr eigenes Bett haben, drei Mahlzeiten täglich
bekommen und eine Schule besuchen können. Hier fiel die Entscheidung für eine
sehr nahe gelegene Privatschule, die von den Kindern zu Fuß in 5 Minuten
erreicht werden kann. Zwar sind in der Privatschule Gebühren zu bezahlen,
doch sind sie mit umgerechnet knapp 10 Euro monatlich sehr gering. Hier aber
ist eine individuelle Förderung der Kinder gewährleistet. Das ist wichtig, da die
Kinder auf dem Land meist keine Schule besucht haben. Teilweise sprechen sie
auch keine der beiden Amtssprachen Englisch und Swahili, so dass diese
zunächst erlernt werden muss. Durch die geringe Klassengröße in der Nelian
Adademy in Githurai mit 6 bis 12 Schülern pro Klasse konnten die Kinder
innerhalb weniger Monate an das Niveau der Klasse herangeführt werden und
zählen inzwischen zu den Klassenbesten. Sie erzielen durchweg Ergebnisse
zwischen 85 und 100 Prozent der geforderten Leistung.
Außerhalb der Schule erfahren die Kinder Betreuung durch Abel, den
Leiter der Wohngruppe sowie Pastor Shadrack Katue
und seine Frau, die in unmittelbarer Nähe der Wohngruppe leben. Letztlich
geht das gesamte Projekt auf die Initiative von Pastor Shadrack Katue zurück.
Er ist bei seiner Arbeit immer wieder mit der Not der Kinder konfrontiert.
Kinder aus ihrer ärmlichen Situation zu helfen und mit der guten Bildung eine
Chance für die Zukunft zu geben, ist sein persönliches Anliegen.
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