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Aktuell

Juli 2011: Die Hungersnot in Ostafrika wirkt sich auch dramatisch auf unser Projekt aus! Zwar gehört Nairobi nicht zu den Dürregebieten und Lebensmittel sind hier auch verfügbar. Allerdings sind die Nahrungsmittelpreise aufgrund der Dürre in der Region und der großen Nachfrage auch aus den Nachbarländern massiv angestiegen. Pastor Shadrack Katue berichtet, dass sich der Preis für Mais innerhalb von drei Monaten mehr als verdoppelt hat. Zucker wird nicht mehr unbegrenzt verkauft. Strom wird rationiert. Wir benötigen daher dringend zusätzliche finanzielle Mittel, um das Kinderhilfs-Projekt in Kenia weiterhin gut ausstatten zu können. Dabei helfen uns zum jetzigen Zeitpunkt insbesondere auch Einzelspenden!

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Nachdem es noch im Frühjahr so aussah, als könne eine Gruppe für Mädchen nicht gestartet werden, war dies im August 2009 dank zahlreicher neuer Spender möglich! Vier Mädchen wurden neu aufgenommen, hinzu kommt Grace, die als bislang einziges Mädchen betreut wurde. So gibt es nun eine Gruppe mit 8 Jungen und eine Gruppe mit 5 Mädchen. Kurzfristig fanden sich neue Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe von Pastor Shadrack Katue, so dass nun beide Gruppen im gleichen Gebäudekomplex untergebracht sind. Einen Wechsel gab es bei der Betreuung: Von Beginn des Projekts an vor zwei Jahren hat Abel die Kinder betreut. Diese Aufgabe übernimmt jetzt, gemeinsam mit Pastor Shadrack Katue und seiner Frau Esther, die 34-jährige Antlight. Sie hat bereits entsprechende Berufserfahrung und war schon als Betreuerin in einem Internat tätig.

Neu aufgenommen wurden:

Eunice, sie ist 5 Jahre alt und Vollwaise. Eunice hat ihre Eltern nie kennengelernt, weil ihre Mutter alleinstehend war und bei der Geburt gestorben ist. Sie besucht nun das erste Mal die Schule. Als Shadrack sie abholte, bat er ihren Großvater, alle ihre Sachen in eine Tasche zu packen. Und alles was sie hat, einschließlich Kleider, passt in eine kleine Plastiktüte. Eunice wohnte bei ihrem mürrischen Großvater, und die Großmutter ist geistig verwirrt. Sie leidet wirklich große Not und Shadrack ist sehr froh, dass er sie in unser Hilfprogramm aufnehmen konnte. Mit ihren 5 Jahren ist sie nun zum ersten Mal Bus gefahren und hat erstmals auf einer richtigen Matratze gelegen.

Mercy Nthenya ist 6 Jahre alt. Mercy hat auch noch nie die Schule besucht aufgrund häuslicher Probleme. Ihre Mutter ist alleinstehend, ihr Mann hat sie, während sie mit Wehen im Krankenhaus war, verlassen. Der Gesundheitszustand von Mercys Mutter ist sehr schlecht, so dass sie sich nicht um ihr Kind kümmern kann. Manchmal schläft Mercy in der Nachbarschaft, weil sie dort um Essen bettelt. Beim Abholen erfuhr Shadrack, dass sie schon seit 2 Tagen nicht zu Hause war - sie war auf der Suche nach Essen und Wasser. Wenn man sich um diese Mädchen nicht kümmert, werden sie zu Straßenkindern und später zu Prostituierten.

Domitila Kitavi ist 7 Jahre alt. Kitavi ist der Name ihres Großvaters, weil beide Eltern starben. Das war 2007. Sie wohnte bei ihren schon sehr alten Großeltern, zudem trinkt der Großvater. Zur Schule ging sie letztes Jahr überhaupt nicht und dieses Jahr aufgrund der finanziellen Situation auch nur ab und zu. Ihre Versorgung mit Essen und Kleidung war sehr schlecht, aber jetzt ist sie glücklich, dass sie zur Schule gehen kann, Kleidung und ein Zuhause hat.

Grace Kamene ist 7 Jahre alt. Grace ist Vollwaise, ihre Eltern starben 2006. Seitdem lebte sie bei ihrer Großmutter und hat noch nie die Schule besucht. Aufgrund der großen Armut hat sie die letzten 3 Monate nur Brei zu essen bekommen, und das auch nur zum Abendbrot. Grace hätte nie gedacht, dass sei einmal zu Schule gehen kann. Jetzt ist sie glücklich, dass es soweit ist, dass sie 3 Mahlzeiten am Tag hat und in einem guten Zuhause wohnt.

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Ende Oktober / Anfang November 2008 besuchte ich Kenia, wobei ich die Zeit bei Pastor Shadrack Katue, seiner Familie und den Kindern des Hilfsprojekts verbrachte. Einerseits war es so möglich, mich direkt vor Ort vom erfolgreichen Verlauf seit Gründung im Sommer 2007 zu überzeugen. Zugleich blieb viel Zeit für Gespräche, den Besuch der Schule und zwei Fahrten. Eine davon führte nach Kavoko. Aus diesem kleinen Dorf außerhalb von Nairobi stammen zwei der derzeit neun Kinder. Hier sah ich, wie die Kinder früher leben mussten. Die zweite Fahrt führte nach Kibera. Dies ist ein riesiges Slumgebiet am Rand von Nairobi, in dem schätzungsweise zwei Millionen Menschen leben. Die Eindrücke hier waren extrem! Und es ist gut zu wissen, dass wenigstens einige Kinder eine Chance bekommen, dem Leben im Slum zu entgehen. Denn ohne Bildung ist Kibera für viele junge Kenianer die einzige Möglichkeit, nahe an den wenigen Arbeitsplätzen für ungelernte Arbeiter in Nairobi zu leben. Mit entsprechender Schulbildung ist die Chance groß, dass sie einen guten Arbeitsplatz mit entsprechendem Einkommen finden und sich eine Wohnung leisten können.

Deutlich angenehmer als das Sammeln der Eindrücke in Kibera war das Übergeben von Spenden an die Kinder des Hilfsprojekts. Die Firma Casio hatte Armbanduhren zur Verfügung gestellt, die von den Kindern mit großer Begeisterung in Empfang genommen wurden. Und Fujitsu-Siemens hatte sogar ein kleines Notebook spendiert. Mit dessen Hilfe können die Kinder auch an die moderne PC-Technologie herangeführt werden. Das Beherrschen von Computern wird auch in Kenia immer wichtiger, so dass das Notebook einen wichtigen Beitrag leisten wird, den Kindern eine noch bessere Zukunftschancen zu geben. (Olaf Winkler)

 

Ende 2008 leben in dem Projekt:

Boaz: Er ist 9 Jahre alt. Seit 2003 hat er keine Eltern mehr. Soweit er weiß, sind beide an den Folgen von AIDS gestorben. Bevor er in das Projekt aufgenommen wurde, lebte er 600 Kilometer von Nairobi entfernt auf dem Land und besuchte aufgrund großer Probleme und Armut seiner Verwandten keine Schule.

Mishak Makau: Er ist 8 Jahre alt. Auch er hat keine Eltern, sie starben beide vor drei Jahren an den Folgen von AIDS. Auch er besuchte keine Schule, bevor er ins Projekt aufgenommen wurde und war gesundheitlich stark angeschlagen.

Daniel Musyoka: Er ist 9 Jahre alt. Seine Eltern sind vor zwei Jahren gestorben. Er ist sehr dünn und aufgrund der großen Armut in seiner Familie war er in einem schlechten gesundheitlichen Zustand, bevor er nach Nairobi kam.

John Kitme Martha: Er ist 6 Jahre alt. Seine ihn allein erziehende Mutter starb Anfang 2007 an den Folgen von AIDS. In Nairobi besucht er die Vorschule.

Grace: Sie ist 6 Jahre alt. Sie war gerade erst 5 Monate alt, als ihr Vater 2003 bei einem Verkehrsunfall starb. Ihre Mutter lebt noch, ist aber krank und kann nicht für Grace und ihren Bruder Winner sorgen. Beide Kinder leben jetzt im Projekt in Nairobi.

Winner: Er ist 7 Jahre alt und der Bruder von Grace.

Shadrack: Er ist 6 Jahre alt. Seine Mutter starb 2004 und sein Vater verließ ihn und seine Schwester, ohne sich weiter um seine Kinder zu kümmern. Wo der Vater lebt ist unbekannt. Da er nur schlecht ernährt wurde, war Shadrack vor der Aufnahme ins Projekt in einem schlechten gesundheitlichen Zustand.

Paul Ngei: Er ist 8 Jahre alt. Seine ihn allein erziehende Mutter starb vor zwei Jahren. Seither besuchte Paul keine Schule und war gesundheitlich sehr angeschlagen.

Abedinego: Er ist 9 Jahre alt. Seine Mutter starb 2001 und sein Vater Anfang 2006 an den Folgen von AIDS.

 

Aufgrund der regelmäßigen Ernährung in der Wohngruppe ist der Gesundheitszustand aller Kinder inzwischen gut.